Der Internationale Versöhnungsbund http://www.versoehnungsbund.at/, betreibt seit 10 Jahren ein Begleitprojekt in Kolumbien. Initiiert wurde es vom US-amerikanischen Versöhnungsbund http://www.forcolombia.org/conflict im Jahr 2002. Der Schwerpunkt des Projektes liegt in der Begleitung der Friedensgemeinde von San José de Apartadó im Bundesstaat Antioquia. Diese Grenzregion zu Panama ist immer noch Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen und über die Maßen militarisiert. Die Friedensgemeinde wurde 1997 von Bauernfamilien als neutrale und gewaltfreie Zone gegründet. Die Bäuerinnen und Bauern versuchen in dieser Weise, gewaltfrei gegen Vertreibung und andere  Menschenrechtsverletzungen anzukämpfen und "in Würde zu überleben". Wegen der vielen Morde und Kriegsverbrechen, die gegen Mitglieder der Gemeinde v.a. von Paramilitärs, aber auch von der Guerilla und dem staatlichen Militär begangen wurden, bat die Friedensgemeinde den US-amerikanischen Versöhnungsbund, eine dauernde internationale Friedenspräsenz in einem der Orte der Friedensgemeinde einzurichten. Seit dem Jahr 2002 sind nun ständig drei internationale Freiwillige in dem Ort La Union anwesend. Der österreichische Versöhnungsbund unterstützt die Gemeinde durch Solidaritätsbesuche und Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2009 ist es ihm auch gelungen, Freiwillige, die Begleitschutzarbeit leisten, zu entsenden. Derzeit befindet sich Elisabeth Rohrmoser aus Österreich in La Union und berichtet regelmäßig von der dortigen Lage. Siehe: http://friedensaktivistin.blogspot.com/

Ziel der Reise und des geplanten Filmprojektes ist es,
sich der Friedensgemeine San José de Apartadó und den Menschen und Organisationen, die sich für den Frieden und gegen Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien einsetzen, solidarisch zu zeigen, ihre Situation zu dokumentieren und davon Bericht zu erstatten. Dabei soll ein gegenseitiger Austausch und eine Vernetzung stattfinden. Wir wollen einen Einblick in die Lebensrealität und die Umstände in der Friedensgemeinde vermitteln, über die aktuelle Lage der Menschenrechte informieren und den Prozess der Solidaritätsreise dokumentieren.
Es soll die Wahrnehmbarkeit des Themas Kolumbien hier zu Lande erhöht werden, Interesse geweckt und politisches Engagement und Bewusstsein geschaffen werden. Unser Anliegen ist es, den gängigen Klischees und Vorurteilen, die über Kolumbien weit verbreitet sind entgegenzuwirken, den Menschen in der Friedensbewegung und im Kampf für Menschenrechte ein Gesicht zu geben, ihren Anliegen Gehör und Aufmerksamkeit zu verschaffen und ihre Stärke und Hoffnung festzuhalten und weiter zu transportieren.
Den ReiseteilnehmerInnen bietet diese Solidaritätsreise eine besondere Chance, Einblick in das „wahre Leben, in die wahre, alltägliche Situation“ Kolumbiens zu erhalten, ohne der Medienmanipulation oder Beeinflussung einer Interessensgruppe zu unterliegen.
Anschliessend sind Filmvorführungen u.a. an der Universität Wien, BOKU und Universität Innsbruck geplant.
Gearbeitet wird schon seit einem Jahr im Rahmen einer Solidaritätsgruppe zu Kolumbien in Wien, im Büro des Versöhnungsbundes.
Die Delegationsreise nach Kolumbien findet vom 4. bis 19. Februar 2012 statt.
Die Reisegruppe besteht aus 12 Personen mit einem bunt gemischten akademischen, beruflichen und nationalen Hintergrund.
Fotos von der Friedensgemeinde

 

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Dokumentarfilm über die Solidaritätsreise nach San José de Apartadó/Kolumbien
                    organisiert vom österreichischen Versöhnungsbund

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